Jan Kampshoff erläutert beim Städtebaulichen Kolloquium an der TU Dortmund welche Rolle die Einfamilienhausgebiete der 1950er bis 1970er Jahre dabei einnehmen und stellt das HausAufgaben-Projekt vor.

Die Zukunft der Europäischen Stadt steht derzeit im Mittelpunkt von Stadtentwicklungsdebatten. Das politische Interesse konzentriert sich aus guten Gründen auf die Kern- und Innenstädte, die für viele Menschen eine neue Attraktivität als Wohnstandort gewonnen haben. Der Raum an den Rändern der Kernstädte findet jedoch wenig Beachtung, obwohl mehr als die Hälfte der Einwohner hier lebt – in der Suburbia. Auch hier besteht unstrittig politisch-planerischer Handlungsbedarf. Denn unter dem Einfluss veränderter gesellschaftlicher und ökonomischer Rahmenbedingungen sind heute nicht nur die Kernstädte von neuen, zum Teil widersprüchlichen Entwicklungsdynamiken gekennzeichnet, sondern zunehmend auch die suburbanen Räume. Dieser Teil der Stadtlandschaft steht als Siedlungskonzept durch sich verändernde Lebensentwürfe, Alterung, energetische Herausforderungen und das zum Teil enge räumliche Nebeneinander von Wachstumsdruck und Schrumpfungserfahrungen unter zunehmendem Veränderungsdruck.

Das Städtebauliche Kolloquium richtet den Fokus im Winter 2015/2016 auf den anhaltenden Trend der Renaissance der Innenstädte und die Zukunft der suburbanen Räume. Wie wirkt sich die zunehmende Attraktivität der Innenstädte auf die Dichte und die Wohnqualität aus? Wo liegen die aktuellen Herausforderungen der (Re-)Vitalisierung suburbaner Räume? Welcher Handlungs- und Gestaltungsbedarf resultiert aus dem Wechselspiel der aktuellen Trends? Und welche Strategien und Konzepte gibt es, die auch regionale Zusammenhänge aufgreifen?

 

Wann? 15. Dezember 2015

Wo? TU Dortmund

Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier.